Ich habe innerhalb kurzer Zeit zwei Anfragen bzgl. Papieren zum Thema Motovespa und speziell zur 125 Super bekommen.
Beide Male ging es um Briefkopien bzw. Baujahre der Roller.
Das Thema ist schon ein bisschen schwierig, je nach TÜV. An offizielle Papiere oder Werksunterlagen kommt man nur schwer ran, in meinem Fall habe ich Glück gehabt, weil der TÜV hier in Köln-Mülheim zufälligerweise schonmal eine Motovespa 125 Super abgenommen hatte und die Papiere in deren Akten waren.
Die Motornummern weichen bei meiner Super allerdings massiv von der Aktenlage ab, der TÜV hat das Baujahr also geschätzt. Die Super wurde von 1968 bis 1972 gebaut, die Erstzulassung wurde demnach auf 1970 festgelegt.
Irgendwelche Folgen hat das eh nicht, weil die 125er ja keine Blinker brauchen und auch sonst keine Baujahrabhängigkeiten bestehen.
Etwas tricky war die Sache mit den Scheinwerfer- bzw. Rücklichtgläsern, weil diese haben ja nunmal keine E-Prüfzeichen. Mit viel (freundlicher) Diskutiererei und dem mehrfachen Hinweis darauf, daß es nur schwer guten Ersatz gibt – und erst recht nicht in Echtglas – kam ich aber um den Umbau herum.
Der Rest war einfach – nur der TÜV ist eine Hürde.
Bevor man dort hindarf (die Zulassungsstelle schickt einen ja zum TÜV) muss man nur angeben, daß es KEINE Papiere für diesen Roller gibt, er aber schonmal in Deutschland zugelassen war. Man versichert also an Eidesstatt, daß MAN SELBER die Papiere verloren hat !
Das ist sehr, sehr wichtig – ansonsten bekommt man die Kiste nie, nie, nie zugelassen !
Beim TÜV hilft dann nur gelassen und freundlich bleiben, auch wenn manche Prüfer in Sachen Exoten manchmal rumzicken aufgrund von Fachfremdheit…
Die Tage stelle ich hier noch die Scans meiner Unterlagen rein, vielleicht hilft das ja.
Hier ist die Kopie des TÜV-Gutachtens, welches bei meiner Kiste gemacht wurde :
