Back to the roots– Mit der eigenen Vespa in Italien

Mit dem eigenen italienischen Freund auf Rädern die Straßen von Italien unsicher machen. Das bietet nicht nur Mobilität am Urlaubsort, sondern gewährt Einblick in den Straßenverkehr des Stiefels und kann klischeehafter nicht sein.

Von Geburt zum Kultobjekt

Wer seine Vespa liebt, der schiebt – beziehungsweise tut ihr den Gefallen, ihre Ursprünge mit Rad und Seele selbst zu ergründen.  Geboren wurde die schöne Italienerin 1946. Ihr Erzeuger Enrico Piaggio hatte sich zuvor der Konstruktion von Flugzeugen hingegeben. Das führte dazu, dass die ersten Modelle der Vespa aus alten Flugzeugteilen entstanden. Senore Piaggio hatte für Motorräder nichts übrig. Seine Intention war deshalb, ein Zweirad zu erschaffen, das ohne typische Motorradeigenschaften – wie ölige Ketten und offenliegende Motoren – funktionierte. Nach der Erstgeborenen Vespa 98, auch liebevoll „Paperino“ (Entchen)  genannt, folgten weitere ihrer Art.

Jedoch ist die Vespa nicht nur ein Roller, sie ist zu einem Kultobjekt geworden. Nicht nur in ihrem Geburtsland ist sie von den Straßen nicht mehr wegzudenken, sie erfreut sich mittlerweile weltweit großer Beliebtheit. Das Nostalgiegefühl, das mit der alten Damen einhergeht, bringt viele Vespafahrer dazu, sich Clubs und Vereinen anzuschließen, Stammtische zu besuchen, oder an Veranstaltungen teilzunehmen. Ist man einmal in den Bann der italienischen Schönheit gezogen, möchte man sich mit Gleichgesinnten austauschen. Das liegt wohl auch daran, dass viele Liebhaber selbst Hand anlegen und Reparaturen an ihren Schützlingen auf eigener Faust bewältigen.

Für Liebhaber weltweit

Treffen finden überall statt, aber die wohl wichtigste Veranstaltung in Zukunftsnähe sind die Vespa World Days 2014 in – wo sonst- Italien. Der Ehrgeiz des Vespa Club Mantua zahlt sich aus: von 12. – 15. Juni 2014 heißt die Provinz Mantua alle Vespafans herzlich Willkommen. Anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Vespa Clubs Mantua wird dieses Fest veranstaltet.

In Anbetracht dieses wichtigen Ereignisses, werden kommenden Sommer viele stolze Besitzer mit ihren „Wespen“ gen Italien reisen – back to the roots, wenn man so will. Für Liebhaber aus benachbarten Ländern kein Problem und ein Grund für einen längeren Ausflug.

Anreise – aktiv vs. passiv

Sofern genug Zeit zu Verfügung steht und die jeweilige Vespa nicht nur den Sammlerzweck erfüllt, steht der Anreise auf ihrem Rücken nichts im Wege. Eine lange Fahrt mit der Vespa muss gut geplant sein. Im Internet kann man sich weitreichend informieren, in vielen themenspezifischen Foren tauschen Hobbyfahrer ihre Erfahrungen aus.

Geht es Ihnen um Flexibilität am Urlaubsort oder den Besuch eines Festivals, wie die erwähnten Vespa World Days, stellt es nicht die einzige Möglichkeit dar, Ihre Vespa selbst zu fahren. So praktisch und umgänglich die Italienerin auch sein mag, die schnellste Art der Fortbewegung bietet sie nicht. Doch auch wenn Sie zeitlich beschränkt sind, müssen Sie nicht auf Ihre Vespa verzichten.

Mit Hilfe von speziellen Anhängern, ist es möglich, zweirädrige Fahrzeuge mit dem Auto zu transportieren. Vorteil davon ist, neben dem schnelleren Vorankommen, außerdem mehr Stauraum. Man kann auf einer Vespa zwar – entgegen des ersten Anscheins – viel befördern, jedoch bietet ein Auto weitaus mehr Platz. Vor allem die Möglichkeit weitere Personen mit zu befördern, stellt einen klaren Vorteil der Anreise mit dem Automobil dar.

Die Anreise mit einem Motorradanhänger ist praktischer und sicherer. Wenn es Ihnen also nicht um das Abenteuer an sich geht, ist es zu empfehlen, sich einen solchen zuzulegen. Das heißt nicht, dass Sie sich in finanzielle Abgründe stürzen müssen: so ein Anhänger kann gebraucht und in spartanischer Ausstattung für unter fünfhundert Euro erstanden werden.

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